Gerade weil
Line6 dank
bis zu 28 meißt legendäre Amps inklusive Effekte
detailgetreu simuliert bzw eigene amtliche Sounds auf Lager hat.
Jetzt wird natürlich jeder Ich bin doch kein
Tanz-Mucken-Gitarrist sagen, daß er höchstens 3
oder 4 verschiedene Grundsounds braucht. Dem kann ich auch
erstmal zustimmen. Wenn ich jedoch bedenke wie sich mein Musik-
bzw Amp-Geschmack in den letzten 12 Jahren drastisch gewandelt
hat: Metal mit Marshall-Stack, Blues mit AC30-Combo, Rock mit
19-Racksystem, etc., dann sieht die Sache schon wieder
anders aus. Hätte es damals den AX2 212 gegeben würde
ich ihn mit Sicherheit auch heute noch spielen und hätte
dabei einiges an Geld und Nerven gespart.
Und sind wir
dochmal ehrlich: Wer von uns hat nicht schon mal davon geträumt
auf Knopfdruck den Sound von Satriani zu Knopfler und dann zu
Hendrix etc. zu wechseln. Wer wie ich in verschiedenen Bands
unterschiedlichster Stilrichtungen spielt oder öfter mal an
Jam-Sessions teilnimmt, weiß es zu schätzen, immer
den richtigen Sound parat zu haben. Abgesehen davon regen
verschiedene Sounds zum Experimentieren und somit auch die
eigene Kreativität an.
Weil diese
Amps dann auch gleich noch einen
-Direktausgang
besitzen, der den Originalsound amtlich aufs Band bzw. auf die
Bühne bringt. Während sich mittlerweile wohl (fast)
jeder ein Harddiskrecording-System leisten kann mit dem er
eigentlich in CD-Qualität oder besser aufnehmen könnte,
scheitert das Ergebnis des Unterfangens meißt an den
Gitarren-Tracks. Wer kann sich schon jederzeit einen erfahrenen
Toningenieur inklusive schalltotem Raum leisten, der das Ganze
dann auch noch CD-reif abmiked! Mit
wird das Abnehmen sowohl Live als auch beim Recording zum
Kinderspiel, da man eigentlich nichts falsch machen kann. Im
MP3-pool
gibt es kurze Songbeispiele verschiedener Stilrichtungen an
denen man sehen kann, wie genial die Gitarrentracks klingen,
bzw. sich im
Songkontext einfügen und durchsetzten. Alle Effekte -
inklusive Hall/Delay (außer
Wah Wah, weil ich bis vor kurzem noch kein Floorboard besaß)
- sind vom Gerät intern und wurden nicht nachträglich
hinzugemischt!
Weil
alle Line 6-Produkte in sämtlichen Fachzeitschriften
weltweit beste Kritiken bekommen haben: Wie wenn Du über
einen mikrofonabgenommenen Amp im anderen Raum spielst - nein,
mehr noch, wie wenn ein fantastisch klingender Vintage
Amp von einem fantastischen Ingenieur mit einem fantastischen
Mikrofon abgenommen würde..." (Guitar Player).
Testberichte sind natürlich kein amtlicher Grund, aber
bemerkenswert in dieser Hinsicht ist, daß laut diesen
Tests die gemodelten Amps teilweise besser klingen als die
Originale, sogar beim kleinen Spider: Grundlage war ein
Mesa Dual Rectifier, aber etwas wärmer und fetter im Ton
und meiner Meinung nach auch etwas feinzeichnender (Dieter
Roesberg in Gitarre&Bass 9/99,
MM-Musik-Media-Verlag, Köln) . Dies hängt schlichtweg
mit der Tatsache zusammen, daß besonders ältere
Röhrenamps sehr stark in ihren Klängen varieren. Nicht
jeder VOX AC-30 aus den 60ern klingt auch gut. Beim Analysieren
haben die Jungs von Line 6 natürlich nur die Besten der
Besten unter die Lupe genommen. Dem entsprechend ist das
Ergebnis ausgefallen.
Daß
es immer irgendwelche Puristen geben wird, die behaupten ihre
Originale würden besser klingen, hängt auch stark von
den eigenen Hörgewohnheiten ab. Wer 20 Jahre lang seinen
AC-30 mit all seinen individuellen Soundeigenschaften und Macken
spielt, für den wird der immer das Referenzmodell sein. Da
würde auch kein anderer Echter mithalten
können. Obwohl: Mein geliebter AC-30 erschien auf
einmal ziemlich blaß und brummte mißmutig vor sich
hin (Udo Klinkhammer in Gitarre&Bass 7/98,
MM-Musik-Media-Verlag, Köln).
Ein
weiterer Beweis, daß die eigenen Hörgewohnheiten von
großer Bedeutung sind: alle Tester haben unterschiedliche
Ampmodelle als besonders authentisch hervorgehoben! Daß
unter den bis zu 28 gemodelten Amps, vielleicht der ein oder
andere nur zu 97 Prozent getroffen ist, ist somit auch stark von
dieser Tatsache abhängig. Alles was von der
Software-Entwicklung her noch nicht zu 100% getroffen sein
sollte, wird mit Sicherheit innerhalb der nächsten 2 Jahre
als Update bzw. Upgrade erscheinen.
Weil es bei
Digital-Amps kostenlose Updates, bzw. Upgrades (Kosten halten
sich im Rahmen) gibt. Das heißt, daß diese Amps
immer up-to-date sind. Bei Neuerungen bzw Verbesserungen kann
man sich den neuen Chip einfach zuschicken lassen, wie
beispielsweise das Eeprom-Update beim POD (kostenlos) bzw. beim
Aufrüsten des Axsys zum AX2 212 (Upgrade: ca. DM 250,-).
Weil man
über das Internet eigene Sounds mit anderen Line6-Usern aus
aller Welt austauschen kann. Z. B. gibt es in de
la musica's POD
Artist-Soundpool mittlerweile hunderte verschiedene
Sounds bekannter Gitarristen jeder Stilrichtung zum runterladen
(Van Halen, Mike Stern, Metallica, ZZ-Top, Jimi Hendrix, Police,
Steve Vai, Gary Moore, Eric Clapton, Stevie Ray Vaughan, etc.).
Selbst wenn man nicht unbedingt scharf darauf ist die Sounds von
amtlichen Cracks zu kopieren, bilden diese in Punkto
geschmackvolle Soundauswahl eine hervorragende Ausgangsbasis für
eigene Kreationen.
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